Die Tanja-Briefe

Die Tanja-Briefe sind wohl der grandiosesten Frühwerke des Günter Freiherr von Gravenreuth. Anfang der 90er bettelte er als "Tanja" Minderjährige um die Zusendung von Computerspielen an. Nachfolgend verschickte er teure Abmahnungen (um die 1500 DM) und verlangte, angeblich im Auftrag seiner Mandanten, auch noch Lizenzgebühren um die 2500 DM.
 
Es gibt allerdings Berichte, in denen es heißt, dass Gravenreuth ebendiese Abmahnungen auch dann verschickt haben soll, wenn ihm sogenannte "Public Domain-Software" zugeschickt wurde. Wenn diese Berichte wahr sind, Gravenreuth hat dem nie widersprochen, dann handelte es sich schon bei dem damaligen Vorgehen um Betrug, denn "Public- Domain- Software" darf und soll frei weiterverteilt werden. Gravenreuth konnte also in dem Fall gar keinen Mandanten haben.

Am zweiten Brief (unten) fällt auf mit welcher Penetranz Gravenreuth bettelt: Zehn (teure) Disketten habe sie schon verschickt und nichts zurückbekommen. Die Ärmste werde ja so sehr betrogen... Hier wird von Gravenreuth ganz deutlich der Soldiaritäts-Instinkt missbraucht. Noch deutlicher kann man gar nicht darstellen, dass er Minderjährige eben erst zu der Straftat verführen will, die er hinterher gnadenlos abmahnt. Es ist kein Wunder, dass die hierfür gebräuchlichen Worte alle auf dem Index stehen. Fest steht: Gravenreuth war schon damals nichts anderes als ein Abzocker übelster Sorte.

Der folgende Brief ist so auch just der Grund warum Gravenreuth oft als "Tanja" oder "Tanja Nolte-Berndel" angesprochen wurde:



(Grafik: Tanja-Brief)

Gravenreuth soll ähnliche Briefe auch als "Jasmin Flechtner" und "Stephanie Meyer" verschickt oder verschicken lassen haben. Er benutzte ganz offensichtlich Helfer, die die Briefe in Gladbeck, Essen und anderswo einwarfen.

Weitere Briefe Gravenreuths, Quelle: http://www.domes-dos.de


 


Weitergehende Informationen: